Energy Sharing: So teilt ihr Solarstrom mit eurer Nachbarschaft
Eure Solaranlage produziert viel Strom. Eure Nachbar:innen kaufen teuren Netzstrom. Warum nicht teilen? Ab Juni 2026 wird das Energy Sharing in der Nachbarschaft möglich. Wir erklären, wie das funktioniert, was rechtlich gilt und warum eine PV-Anlage dadurch noch attraktiver wird.
Was ist Energy Sharing?
Bei Energy Sharing ist der Name Programm: Lokal erzeugter Strom wird direkt mit anderen Verbraucher:innen aus der Umgebung geteilt. Der Umweg über den klassischen Energieversorger wird so umgangen.
Den Startschuss für diese neue Möglichkeit, die offiziell im Juni 2026 startet, wurde im Mai 2025 durch den Bundestag beschlossen und über das neue §42c EnWG eingeführt. Das wiederum basiert auf der EU-Strombinnenmarktrichtlinie REDII/RED III.
Wie funktioniert Energy Sharing in der Praxis?
Im Prozess der Solarenergie bleibt zunächst vieles beim Alten: Eure PV-Anlage erzeugt Strom. Der Überschuss wird über das öffentliche Netz nun aber an Teilnehmer:innen in der Nähe verteilt. Und euer Smart Meter rechnet die eingespeiste Energie ab.
Für eine Teilnahme am Energy Sharing ist ein Smart Meter deswegen Voraussetzung.
Beim Energy Sharing können beide Seiten mitmachen: Eigenheimbesitzer:innen mit PV-Anlage und deren Nachbar:innen oder Mieter:innen innerhalb eines definierten Radius.
Organisatorisch sollen die Energiegemeinschaften und Bürgerenergiegenossenschaften den Blick auf die neuen Prozesse halten. Auch zum Abrechnungsmodell ist bisher noch nicht alles beschlossen – die reduzierten Netzentgelte sind jedoch ein großer Vorteil für beide Seiten.
Energy Sharing in Deutschland: Was ist der Status Quo?
Das Energy Sharing startete in Deutschland grob schon mit dem Solarpaket I in 2024, als die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung beschlossen wurde. Diese ermöglicht die lokale Nutzung von Solarstrom in Mehrfamilienhäusern.
Das Energy Sharing knüpft da an, ermöglicht das Teilen des Stroms jetzt aber über das eigene Gebäude hinaus.
Allerdings ist das Gesetzgebungsverfahren noch nicht abgeschlossen und es bleiben noch Fragen zum Radius, zu den Netzentgelten und den Registrierungspflichten offen. Sobald es mehr News gibt, informieren wir euch hier.
Welche Vorteile bietet Energy Sharing?
Energy Sharing bietet für viele Seiten Vorteile und Möglichkeiten. Wir stellen die wichtigsten vor:
Vorteile für PV-Anlagen Besitzer:innen
Statt wie zuvor überschüssigen Strom für geringe Einspeisevergütung ins anonyme Netz einzuspeisen, könnt ihr ihn zu besseren Konditionen direkt lokal vermarkten. Dadurch wächst die Wirtschaftlichkeit einer Anlage und die Amortisationszeit verkürzt sich. Gleichzeitig könnt ihr Gutes tun: Mehr für die Energiewende in der eigenen Nachbarschaft machen.
Vorteile für Teilnehmer:innen ohne eigene PV-Anlage
Als Teilnehmer:in auf der anderen Seite könnt ihr ohne eigene PV-Anlage auf dem Dach günstigen, grünen und lokal erzeugten Strom beziehen. Vor allem für Mieter:innen entstehen so ganz neue Möglichkeiten, unabhängiger vom Energiemarkt zu werden.
Vorteile für die Gemeinschaft und das Stromnetz
Durch den lokalen Verbrauch werden die Übertragungsnetze entlastet, die durch den schnellen Ausbau von Solarenergie in den letzten Jahren viel aushalten mussten. Gleichzeitig können regionale Klimaziele verfolgt und die nachhaltige Wertschöpfung vor Ort gestärkt werden.
Energy Sharing und die Solardachpflicht in NRW
Ab 2026 gilt in NRW die Solardachpflicht bei einer Dachsanierung. Wer ohnehin eine PV-Anlage einbauen muss, profitiert durch das Energy Sharing.
Während das Einspeisen in den letzten Jahren stetig weniger lukrativ wurde, ist das Energy Sharing eine Möglichkeit, überschüssigen Strom mit anderen zu teilen. Gleichzeitig können die vielen Fördermöglichkeiten die Investition erleichtern. Wir haben in diesem Artikel zur Solardachpflicht alle Informationen für euch.
Was braucht ihr, um am Energy Sharing teilzunehmen?
Das Energy Sharing ist noch nicht final als Gesetzesentwurf veröffentlicht, klar ist aber schon jetzt, dass ihr folgende Punkte braucht:
- PV-Anlage für die Produktionsteilnahme (idealerweise mit Speicher für maximale Flexibilität)
- Smart Meter als technische Grundvoraussetzung
- Registrierung im Marktstammdatenregister
Wir unterstützen euch gerne bei der Dimensionierung und planen eure Anlage so, dass ihr vom Energy Sharing profitiert.
So macht Henke Solar euch fit für Energy Sharing
Als Solar-Betrieb mit Dach-Kompetenz bekommt ihr bei uns alles aus einer Hand: Prüfung, Planung und Installation. Mit unserer Partnerschaft mit Spot My Energy installieren wir nicht nur euer Smart Meter, sondern bieten auch dynamische Stromtarife und Home Energy Management Systeme an.
Wir sind euer regionaler Ansprechpartner in Hagen in Umgebung für alle Fragen zu Energy Sharing und bauen euch PV-Anlagen, die für den Start des Energy Sharings bereit sind. Meldet euch einfach für eine unverbindliche Beratung.
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