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Photovoltaik in der Mietwohnung

30. April 2025
Kleines Balkonkraftwerk, große Wirkung

Energie selbst erzeugen, Stromkosten senken und gleichzeitig etwas fürs Klima tun – das ist längst nicht mehr nur Eigenheimbesitzer:innen vorbehalten. Auch als Mieter:in könnt ihr heute mit einer sogenannten Mini-PV-Anlage, besser bekannt als Balkonkraftwerk, eigenen Solarstrom produzieren. Aber wie funktioniert das Ganze? Was ist erlaubt? Und was sagt eigentlich der/die Vermieter:in dazu? 

In diesem Beitrag zeigen wir euch, worauf ihr achten müsst – mit allen Infos speziell für Mieter:innen. 

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Was ist ein Balkonkraftwerk? 

Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine Photovoltaikanlage, die meist aus ein bis zwei Solarmodulen und einem Wechselrichter besteht. Diese Mini-PV-Anlagen lassen sich ganz unkompliziert am Balkon, auf der Terrasse oder im Garten anbringen – oft sogar ohne handwerkliche Unterstützung. 

So funktioniert’s: 

Der erzeugte Solarstrom wird direkt ins Hausnetz eingespeist – über eine normale Steckdose. ihr nutzt dann den erzeugten Strom direkt für Fernseher, Kühlschrank und andere Geräte. Was ihr nicht verbraucht, fließt ins öffentliche Netz (ohne Vergütung, dafür spart ihr direkt am Verbrauch). 

Für wen eignet sich das? 

  • Für Mieter:innen mit Südbalkon, Dachterrasse oder Garten
  • Für Eigentümer:innen mit wenig Dachfläche oder als Ergänzung zur großen PV-Anlage
  • Für alle, die unkompliziert und kostengünstig in die Solarenergie einsteigen wollen

Auch in NRW boomt die Nachfrage – und immer mehr Hausverwaltungen stehen dem offen gegenüber. 

Was dürfen Mieter:innen – und was nicht? 

Grundsätzlich gilt: Balkonkraftwerke sind erlaubt, solange bestimmte technische und rechtliche Vorgaben eingehalten werden. Es kommt aber auf den Einzelfall an. 

Was ist erlaubt? 

  • Montage ohne feste bauliche Veränderung (zum Beispiel mit Klemmen am Balkongeländer)
  • Nutzung handelsüblicher Mini-PV-Geräte bis 600 Watt (ab 2024 sogar bis 800 Watt erlaubt)
  • Anmeldung beim Netzbetreiber (formlos, unkompliziert)

Was braucht Zustimmung? 

  • Befestigung, die in die Fassade eingreift
  • Veränderungen am Geländer oder Dach
  • Sichtbare Eingriffe in die Optik eines Gebäudes (Stichwort: Eigentümergemeinschaft)

Henke-Hinweis: 

Als Mieter:in solltet ihr immer mit eurem/eurer Vermieter:in sprechen, bevor ihr ein Balkonkraftwerk installiert – auch wenn rechtlich oft keine Zustimmung notwendig ist. Ein kurzer Austausch beugt Missverständnissen vor. 

Anmeldung, Förderung & Strom sparen 

Auch wenn Balkonkraftwerke klein sind – sie unterliegen in Deutschland gewissen Regeln. 

Anmeldung beim Netzbetreiber

→ Erforderlich, aber unkompliziert: Meist reicht ein kurzes Formular. Manche Städte wie Hagen bieten hier sogar Online-Services.

Marktstammdatenregister

→ Ja, auch Mini-PV-Anlagen müssen dort eingetragen werden – kostenlos, dauert nur wenige Minuten.

Gibt’s Förderungen?

→ In NRW gibt es in manchen Kommunen Zuschüsse für Balkonkraftwerke – also unbedingt mal bei der Stadt nachfragen. Bei uns in Hagen laufen aktuell Förderanträge für 2025, der nächste Topf wird im Sommer geöffnet.

Lohnt sich das?

→ Ein Balkonkraftwerk mit 600 Watt kann jährlich bis zu 600 kWh Strom erzeugen – das spart bei aktuellen Strompreisen etwa 180 bis 200 Euro im Jahr. Die Anschaffungskosten liegen je nach Modell bei 300 bis 800 Euro.

Was sagen Vermieter:innen? 

Die gute Nachricht: Immer mehr Vermieter:innen zeigen sich offen. Kein Wunder – denn ein Balkonkraftwerk verursacht keine laufenden Kosten, keinen Lärm und kein Risiko. 

Argumente für ein Gespräch mit der Vermieter:in 

  • Klimafreundlicher Beitrag ohne baulichen Eingriff
  • Kein Einfluss auf Gebäudesubstanz
  • Stromverbrauch sinkt, Nebenkosten reduzieren sich

Tipp für Eigentümer:innen in WEGs (Wohnungseigentümergemeinschaften): 

In der Eigentümerversammlung abstimmen lassen – Mini-PV gilt inzwischen in vielen Gemeinschaften als zustimmungsfähig mit einfacher Mehrheit. 

Fazit: Lohnt sich ein Balkonkraftwerk in der Mietwohnung? 

Absolut – vor allem, wenn ihr in NRW wohnt und einen geeigneten Balkon oder Garten habt. Der Einstieg ist niedrigschwellig, die Technik ausgereift, und die gesetzlichen Hürden fallen zunehmend. Auch in Hagen sehen wir bei Henke Solar, dass viele Mieter:innen aktiv nach PV-Lösungen fragen – und wir beraten gern dabei. 

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