Photovoltaik-Förderung 2026 in NRW
Wer 2026 in eine eigene Solaranlage investieren will, steht vor einer entscheidenden Frage: Welche PV-Förderung ist aktuell verfügbar und wie wird sie richtig beantragt?
Zwischen bundesweiten Programmen wie dem BAFA PV Antrag, zinsgünstigen Krediten der KfW und regionalen Solar-Zuschüssen herrscht oft wenig Übersicht. Die Förderlandschaft wirkt auf viele zunächst abschreckend, dabei lohnt sich der Einstieg, denn mit der richtigen Förderung lassen sich die Investitionskosten erheblich senken.
In diesem Beitrag zeigen wir euch, wie ihr systematisch herausfindet, welche Fördermittel euch zustehen, wie ihr sie beantragen könnt und welche Informationsquellen euch den Weg erleichtern. So holt ihr das Maximum aus eurer PV-Förderung heraus, ohne euch in Paragraphen zu verlieren.
Alle Solar-Förderungen in NRW im Überblick [2026]
In NRW stehen euch eine Vielzahl an Förderungen zur Verfügung. Wir stellen euch die wichtigsten Optionen vor.
Bundesweite Solar-Förderungen
0% Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen & Speicher
Laut dem § Abs. 3 UStG gilt seit 2023 0% Umsatzsteuer auf Kauf und Installation von PV-Anlagen bis 30 kWp. Das spart effektiv rund 19% der Investitionskosten und gilt auch für zugehörige Stromspeicher.
Bedingungen: Anlage auf Wohngebäude, bis 30 kWp. Kein Antrag nötig.
Einkommensteuerbefreiung
Laut dem § 3 Nr. 72 EStG sind Einkünfte aus dem Betrieb einer PV-Anlage bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern von der Einkommensteuer befreut. Bei Mehrfamilienhäuser gilt die Grenze von bis 15 kWp je Wohneinheit.
EEG-Einspeisevergütung
Auch 2026 könnt ihr noch durch den Netzbetreiber Einspeisevergütung für abgegebene Solarenergie erhalten. Von Februar bis Juli 2026 gibt es für Anlagen bis 10 kWp bei einer Teileinspeisung 7,78 ct/kWh und bei einer Volleinspeisung 12,34 ct/kWh. Für Anlagen von 10-40 kWp gelten 6,37 ct/kWh bzw. 10,35 ct/kWh. Ab August 2026 sinken die die Sätze auf 7,71 ct bzw. 12,23 ct. Die halbjährliche Degression beträgt 1%.
Die Vergütung wird dabei 20 Jahre lang garantiert.
Wichtig: Ab 2027 plant das Bundeswirtschaftsministerium die Abschaffung der festen Einspeisevergütung für Neuanlagen unter 25 kWp. 2026 könnte das letzte Jahr mit garantierter Vergütung sein.
KfW-Kredit 270 „Erneuerbare Energien – Standard“
Über die KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, könnt ihr bis zu 100% eurer Investitionskosten finanzieren lassen. Es gibt keinen Mindestbetrag, aber bis zu 150 Mio. € pro Vorhaben. Die Zinsen liegen im April 2026 im bestmglichen effektiven Jahreszins von 3,8%. DIe Laufzeit beträgt bis zu 5,10, 15, 20 oder 30 Jahre.
Förderfähig sind PV-Anlagen, Batteriespeicher, Planung und Installation.
Die Bedingung: Der Antrag muss vor Abschluss eines Kauvertrags gestellt werden. Eine Kombination mit regionalen Zuschüssen und EEG-Vergütung ist möglich.
NRW-Landesförderungen für Solar
progres.nrw – Klimaschutztechnik (Mieterstrom / MFH)
Über das Land NRW bzw die Bezirksregierung rnsberg läuft das Programm progres.nrw noch bis einschließlich Juni 2026. Hier gibt es aber keine Förderung für private Dachanlagen auf Einfamilienhäusern, sondern bis zu 45% der Kosten (maximal 20.000€) für die Erneuerung der Hauselektrik in Mehrparteienhäusern als Voraussetzung für PV-Installation. Zusätzlich gibt es Zuschüsse für die Planung von PV auf MFH.
Bedingungen: Die Förderung gilt nur in Verbindung mit einer PV-Anlage mit mindestens 30 kWp und für Bestandsgebäude mit einem Bauantrag, der älter als 5 Jahre ist. Der Antrag muss vor Maßnahmenbeginn gestellt werden.
Wichtige Rahmenbedingungen für NRW 2026
Seit dem 1. Januar 2026 gilt in NRW die Solardachpflicht für vollständige Dachsanierungen. Wer nur diese Pflicht erfüllt, ist von einer PV-Förderung ausgeschlossen.
Übrigens: KfW KRedit 270, kommunale Zuschüsse und Einspeisevergütung sind in der Regel miteinander kombinierbar. Auch BAFA und progres.nrw sind kombinierbar.
Wir empfehlen euch, auch immer lokale Programme aus eurer Stadt oder Gemeinde anzufragen. Gleichzeitig stehen euch auch deutlich mehr Fördermöglichkeiten zur Verfügung, wenn ihr nicht nur eine PV-Anlage, sondern auch gleich eine Wallbox, einen Stromspeicher oder eine Wärmepumpe installieren lasst.
Wir beraten euch gerne unverbindlich zu Förderungen, Installationen und allen Fragen. Meldet euch einfach bei uns.
Warum Förderungen für Solaranlagen so unübersichtlich sind
In Deutschland existieren zahlreiche Förderquellen für solarbezogene Investitionen. Neben bundesweiten Programmen bieten auch einzelne Bundesländer eigene Programme an, die teils stark variieren.
Hinzu kommen kommunale Förderangebote, die häufig von Stadtwerken oder lokalen Energieagenturen aufgelegt werden.
Erschwerend kommt hinzu, dass es auch themenspezifische Programme gibt, etwa für Balkonkraftwerke, Stromspeicher oder Mieterstrommodelle. All diese Optionen haben eigene Voraussetzungen, Förderhöhen und Fristen und lassen sich nicht immer miteinander kombinieren. Genau diese Vielfalt macht die Orientierung so schwierig.
In fünf Schritten zur passenden Förderung
- Klare Projektdefinition
Bevor ihr euch auf die Suche nach passenden Fördermitteln begebt, sollte euer Vorhaben so genau wie möglich definiert sein. Eine zentrale Frage ist, ob es um eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung oder um eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung geht. Auch die Überlegung, ob ein Stromspeicher integriert werden soll oder ob es sich um einen Neubau, eine Sanierung oder eine Nachrüstung handelt, ist entscheidend. Zudem spielt es eine Rolle, ob ihr selbst Eigentümer:innen seid oder als Mieter:innen handelt. Je präziser die Rahmendaten, desto gezielter lässt sich nach Förderungen suchen.
Nutzung zentraler Recherchetools
Um euch einen Überblick zu verschaffen, bieten sich einige digitale Werkzeuge an. Die Förderdatenbank des Bundes ist eine zentrale Anlaufstelle, die alle Programme auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene bündelt. Mithilfe von Suchfiltern nach Thema, Zielgruppe und Bundesland lässt sich das Angebot effizient eingrenzen. Ergänzend dazu stellt die Verbraucherzentrale einen Energie-Förderkompass bereit, der Förderoptionen verständlich aufbereitet.
Besonders relevant sind zudem die Webseiten der KfW und des BAFA, auf denen die bekanntesten Programme, etwa KfW 270 für erneuerbare Energien oder BAFA-Zuschüsse für Solarthermie, detailliert erläutert sind.
- Regionale Energieagenturen kontaktieren
Neben den bundesweiten Anlaufstellen lohnt sich der Blick auf das regionale Angebot. Fast jedes Bundesland verfügt über eine eigene Energieagentur, die nicht nur individuell berät, sondern auch über kleinere, oft wenig bekannte Programme auf kommunaler Ebene informiert. In NRW ist dafür NRW.Energy4Climate zuständig. Über die Website könnt ihr die Agentur erreichen und eure Fragen stellen.
- Fachbetriebe und Solarteure als Informationsquelle
Erfahrene Installationsbetriebe und Anbieter von Solaranlagen kennen sich in der Regel gut mit den jeweils aktuellen Förderprogrammen aus. Bei Henke Solar gilt: Wir unterstützen nicht nur bei der Planung und fachgerechten Installation eurer Solaranlage, sondern informieren euch auch über mögliche Fördermaßnahmen – von bundesweiten Angeboten wie dem BAFA PV Antrag bis hin zu lokalen Zuschüssen und Sonderprogrammen.
Schon in der frühen Planungsphase achten wir darauf, dass die Maßnahmen förderkonform ausgestaltet sind, etwa durch die Auswahl geeigneter Komponenten und die Einhaltung technischer Anforderungen. So wird sichergestellt, dass alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Antragstellung erfüllt sind und keine Förderchance ungenutzt bleibt. Meldet euch bei Interesse an einer Beratung zu Photovltaik und Förderung gerne bei uns.
- Typische Fehler vermeiden
Ein häufiger Fehler besteht darin, Förderanträge erst nach Beginn des Projekts zu stellen. Viele Programme verlangen jedoch eine Beantragung vor dem Kauf oder der Installation. Zudem ist Vorsicht bei der Kombination unterschiedlicher Förderungen geboten: Nicht alle Programme lassen sich miteinander koppeln, was bei der Planung unbedingt berücksichtigt werden sollte. Ebenso ist es ratsam, die jeweiligen Voraussetzungen genau zu prüfen, etwa ob eine Förderung nur für Bestandsgebäude gilt oder ob bestimmte Einkommensgrenzen greifen.
Mit den richtigen Fragen zur richtigen Förderung
Auch wenn das deutsche Fördersystem auf den ersten Blick undurchdringlich wirkt – mit der richtigen Struktur und etwas Recherche lassen sich die passenden Antworten finden. Wer das eigene Vorhaben klar definiert, zentrale Datenbanken nutzt, regionale Beratungsstellen kontaktiert und auf kompetente Begleitung setzt, kann Fördermittel gezielt erschließen.
Henke Solar steht euch dabei als verlässlicher Partner zur Seite: von der fundierten Beratung über aktuelle Fördermöglichkeiten bis hin zur professionellen Planung und Installation eurer Solaranlage.
Lasst euch jetzt unverbindlich beraten, um gemeinsam die Energiewende aktiv zu gestalten.